Modul 16: Erweiterte Techniken
Doppelzunge (Tu-Ku)
Wenn das Tempo 140 bpm übersteigt, kommt die einfache Zunge (Tu) nicht mehr mit. Wir aktivieren den hinteren Zungenteil (Ku).
Die Wippe: Während 'Tu' direkt hinter den vorderen Zähnen anschlägt, entsteht 'Ku' (oder ein weicheres 'Gu') dadurch, dass sich der hintere Zungenteil gegen den Gaumen wölbt. Halte diesen Kontakt so weit vorne und so leicht wie möglich, damit das 'Ku' knackig bleibt und zum 'Tu' passt, statt verschluckt oder träge zu klingen. Tu-Ku-Tu-Ku.
Profi-Tipp: Das 'Ku' ist von Natur aus schwächer. Übe 'Ku-Ku-Ku' allein, bis es identisch zum 'Tu' klingt.

Dreifachzunge (Tu-Tu-Ku)
Für Triolen (Dreiergruppen). Denk an das Wort 'Difficult'. NEW-york-er, NEW-york-er.
Muster:
- Standard (Arban): Tu-Tu-Ku. Ideal für Fanfaren und Märsche wie 'Bugler's Holiday'.
- Alternierend (Clarke): Tu-Ku-Tu, Ku-Tu-Ku. Für fließende Läufe.

Flatterzunge
Rolle die Zunge wie ein spanisches 'Rrrrr'. Du musst die Luft SCHNELL halten, damit die Zunge weiterflattert.
Kannst du nicht rollen? Manche Leute können genetisch das R nicht rollen. Alternative: 'Growl'. Gurgle hinten im Rachen (Uvula) während du spielst. Klingt praktisch gleich.

Der Growl (Jazz)
Erzeugt einen dreckigen, aggressiven Klang. Einfach singen/summen einen beliebigen Ton im Hals, während du buzzst. Die zwei Frequenzen (Lippen vs Stimmbänder) prallen aufeinander und erzeugen 'Heterodyn'-Schwebungen, die wie ein rauer Ton klingen.
